Das alte Rom

Östliches Römisches Reich, fünftes Jahrhundert. Glanz und Reichtum des alten Rom schwinden. Das Reich steht kurz vor dem Zusammenbruch. Die Zeiten sind schlecht. Überall ist die Spaltung des Reiches deutlich spürbar. Immer wieder fallen Westgoten und Kelten in die Gebiete ein, morden und plündern.

Gladiatoren und Sklaven werden zu freien Menschen und ersinnen ein Spiel zur Unterhaltung der Menge. Deren größtes Vergnügen – die Gladiatorenkämpfe – finden kaum noch statt. Doch das Volk will Kämpfe sehen, um den elenden Alltag zu vergessen. Ein neues Spekakel fesselt die Massen. Es nennt sich Jugger. Die Jugger ziehen immer zahlreicher über die Lande und verbreiteten so das neuartige Spiel.

Die Gladiatoren von einst legen ihre scharfen Waffen ab. Zu hoch sind die Verluste in den ersten Spielen. Gejuggert wird mit Holzstäben, den sogenannten Pompfen.

Schon kurz nach den ersten Turnieren füllen die Jugger, wie einst die Gladiatoren, die grossen Arenen des Landes. Das Spiel ist hart. Zu fünft in einer Mannschaft muß dem unbewaffneten Läufer der Weg zum gegnerischen Mal frei gekämpft werden. Plaziert der Läufer den Hundeschädel, ist das Spiel gewonnen.

Die Spielregeln werden immer weiter verfeinert, bishin zu festgelegten Pompfenarten- und grössen. Juggerteams bestehen fortan aus dem Läufer, einem Kettenmann, einem Schildkämpfer und zwei Langpompfenkämpfern. Die Kette entwickelte sich aus dem Wurfnetz der Gladiatoren. Schild und Kurzpompfe entstammen dem klassischen Schildkampf der Arenen. Die Langpompfen sind entweder Kampfstäbe oder Zweihänderkeulen, die ehemals Schwerter waren.

Der Ruhm der Jugger ist unvergleichlich, ihre Helden werden wie damals die Gladiatoren gefeiert und verehrt. Die Stärksten des Reiches messen sich auf dem Juggerfeld der römischen Endzeit.
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